Baby-Hacks

Gestern habe ich zum zweiten Mal mein Baby „gehackt“. Weil etwas nicht so klappte, wie geplant, habe ich einen – wenn ich das mal sagen darf – äußerst kreativen Workaround gefunden.
Fläschchenpad

Fläschchenpad. Bild von mir.

Den ersten Baby-Hack hatte ich schon in den ersten Lebenstagen meiner Tochter (0) vollzogen: Weil damals beim Windelwechseln die noch äußerst unkoordiniert strampelnden Babyfüße immer in den damals noch äußerst dünnflüssigen – Verzeihung – Babyschiss klatschten, fand ich eine Lösung: Mit zwei Taschentüchern und Gummibändern konnte man die Füßchen vorm Schlimmsten bewahren. Bitte achten Sie bei diesem Baby-Hack darauf, dass das Gummiband nicht zu fest um den Fuß Ihres Babys gewickelt ist!

Gestern kam ich nun also auf Baby-Hack Nummer 2

Wir haben das Problem, dass das mittlerweile sieben Monate alte Baby von mir kein Fläschchen annehmen will. Breifüttern mit dem Löffel darf ich und sogar die große Schwester. Aber sobald irgendetwas mit einem Sauger in die Nähe meiner Tochter (0) kommt, schreit sie, wenn sie nicht das Gesicht der Dame sieht.
„Da muss man doch was machen können“, dachte ich mir, als ich gestern an der Reihe war, den kleinen Wonneproppen (Ein Wort, das man viel zu selten verwendet!) ins Bett zu bringen. Dieses Ritual sieht in unserem Hause vor, dass ein wohlschmeckender Milchbrei per Fläschchen dem Baby eingeflöst wird. Doch am Erfolg dieses Ritual haperts eben oft, wenn der falsche Magier – ich – es durchführt. Doch ich will nicht länger drumherumreden … Hier mein Babyhack: Ich machte kurzerhand mit dem Tablet ein Foto der Dame und drapierte ebenjenes Tablet in angemessener Distanz und gutem Blickwinkel, sodass das Baby beim Saugen seine Mama angucken konnte. Und was soll ich sagen? Es lief … also der Brei in den Magen des Babys.
Nun weiß ich nicht, ob das Baby tatsächlich schon die Mama auf einem Foto erkennen kann, ob es also schon über die kognitiven Fähigkeiten verfügt, Fotos „zu lesen“, denn dazu gehört mehr Vorwissen und Abstraktionsvermögen, als wir uns zumeist klarmachen. Vielleicht war das Baby ob dieses merkwürdigen Anblicks auch schlichtweg abgelenkt. Aber im Ergebnis hatte ich so oder so ein sattes und zufriedenes Baby.