Der Xavier, der darf das – Neue Sophismen braucht das Land

Ach es gäbe so viel für mich zu tun, zum Beispiel stundenlang eine Neugeborene angucken, aber statt dessen muss ich bloggen. Warum? Weil mir da so ein Ding mit der Sprache aufgefallen ist. Und die Sprache, das wissen Sie, ist mein Ding. Alles fing an mit Xavier Naidoo…

Xavier Naidoo hat wohl rechten Verschwörerblödsinn auf einer der montaglichen Versammlungen der rechten Verschwörer von sich gegeben. Das ganze hat Georg Diez, seines Zeichens Kolumnist bei SpOn, angeprangert. Diez’ wichtigster Punkt ist übrigens:

„Und so ist Xavier Naidoo eben auch ein Beispiel dafür, wie sich Gedanken des christlichen und sonstigen Fundamentalismus in den Mainstream schleichen und wie sie sich dort verbreiten“

Georg Diez: Xavier Naidoos rechte Thesen: Vom Popstar zum Populisten

Das fand jetzt aber Horst Schulte, erklärter Naidoo-Fan, nicht so knorke und hat sich zu einer Verteidigung von Naidoo aufgeschwungen, die keiner braucht (wie er selbst schreibt). So weit, so belanglos. Aber wie Schulte für Naidoo spricht, das war für mich dann doch belangvoll. Denn der Blogpost quillt geradezu über von Sophismen, wie ich sie gerne nenne: rhetorischen Figuren des unlauteren Argumentierens. Und das ist ja, wie gesagt, mein Ding.

Von der Umdeutung zum Überlegenheitsargument

Diese Sophismen finden sich schon in Schultes Einleitung:

„Ich bin ein Fan von Xavier Naidoo und tue mich schwer damit, auf diesen Artikel eine adäquate Antwort zu geben. Ich weiß nämlich schon im voraus wie die, die ihn nicht mögen und denen er allein wegen seiner Herkunft ein Dorn im Auge ist, darauf reagieren werden.“

Horst Schulte: Xavier Naidoo braucht keinen Fürsprecher – ich machs trotzdem

Was will uns der Autor hier sagen? Das ist nicht die Frage. Sondern: wie sagt er es uns? Schulte macht vor allem eines: Er sichert sich zunächst einmal ab. Klar, ist ja schon so ein bisschen kritisch wenn man Partei für rechte Thesen ergreift. Also fängt er mit einem Psychologismus an: Wenn ihr Naidoo kritisiert, dann hat das nichts mit dem Inhalt seiner Aussagen zu tun, sondern liegt daran, dass ihr ihn eh noch nie leiden konntet. Das ergänzt Schulte dann noch um eine Umdeutung: Außerdem hat er einen Migrationshintergrund, wenn ihr also nicht seinen rechten Thesen zustimmt, dann seid ihr die eigentlichen Nazis…

Der Xavier, der ist nämlich Christ, wissen Sie? Klar wissen Sie das, wenn Sie in den letzten 15 Jahren nur einmal ein Radio eingeschaltet haben. Aber was Sie nicht wissen, ist, dass der Xavier „nichts anderes“ (Schulte) will als sich quasi dialektisch mit seinem Christentum auseinanderusetzen, wenn da dann Menschenverachtendes hinten rausfällt, ist das ja schließlich nicht seine Schuld. Doch genug der Polemik. Denn Schulte versucht als nächtes Diez’ Argumentation zu schwächen, indem er ihm vorwirft, dass der Spiegel-Kolumnist sich nicht mit den Texten des Sängers auseinandergesetzt habe, sondern als Intellektueller wohl lieber in die Oper gehe.

Das ist zunächst einmal inhaltliche falsch, weil Diez in gut einem Drittel seiner Kolumne auf Naidoos Texte eingeht. Aber vor allem benutzt Schulte hier eine eigentümliche Variante des Überlegenheitsarguments. Normalerweise geht dieses Argument eher so, dass man seinem Kontrahenten eine Kompetenz abspricht weil er oder sie XY nicht gelesen habe oder z nicht studiert. Schulte meint nun aber, weil Diez zu intellektuell sei, habe er Naidoo nicht hören wollen, sondern lieber Opern, deshalb könne Diez gar nicht beurteilen, was Naidoo auf einer Demo so von sich gebe. Ja, nee, is klar…

Gehen wir weiter im Text: Etwas redundant verwendet Schulte das Überlegenheitsargument noch einmal in einer Variation. Der Naidoo, der ist nämlich Künstler und deshalb darf er das sagen, was er gesagt hat. Klar. Quasi ontologisch. Allein, oh weh, der Naidoo, der hat ein Problem, er ist nämlich nicht links. Denn nur linke Künstler dürfen das. Das ist rhetorisch nicht so spannend, denn hier haben wir schlicht eine Verschwörungstheorie. Und zwar die beliebte Verschwörungstheorie von den grün-linken Massenmedien. Dass die auflagenstärkste Zeitung in Deutschland nun nicht gerade durch linke Thesen auffällt, wird dabei gerne unterschlagen. Egal, ist ja für die gute Sache, also für den Xavier.

Als nächstes Versucht es Schulte mit dem Nullsummenargument. Das habe ich bislang noch nicht näher beleuchtet und hole das gerne nach:

Das Nullsummenargument

Das Nullsummenargument rechtfertigt ein Unrecht mit einem anderen. Wenn der Mensch, den ich beklaut habe, ein schlechter Mensch war, dann habe ich ja quasi nichts Schlechtes gemacht. Dass meine Tat trotzdem moralisch nicht makellos war, weil die Moral der anderen nichts über meine eigene Moral aussagt, wird unter den Tisch fallen gelassen. In Debatten wird das Nullsummenargument gerne so verwendet, dass angeführt wird, weil Sachverhalt 1 auch scheiße ist, darf man Sachverhalt 2 nicht kritisieren. Du bist Vegetarierin aus ethischen Gründen? Dennoch trägst du Baumwollkleidung, obwohl die Pestizide, die bei der Herstellung eingesetzt werden, die Natur kaputt machen? Dann hast du auch kein Recht Vegetarierin zu sein…

In Schultes Variante ist das dann:

„Konstantin Wecker hat gerade auf seiner Facebook-Seite ein paar Dinge losgelassen, die mir überhaupt nicht gefallen haben. Seltsam, dass man darüber von Herrn Diez nichts lesen konnte.“

Horst Schulte: Xavier Naidoo braucht keinen Fürsprecher – ich machs trotzdem

Ja gut, in Hintertupfingen sagte der Hugo am Stammtisch auch, dass Deutschland kein souveräner Staat ist, hat der pöse, pöse Diez auch nicht drüber geschrieben.. Merkta selbst, wa?

Schulte stört sich ferner nicht an seiner eigenen Widersprüchlichkeit, wenn er Diez als nächstes dafür kritisiert, dass Diez Naidoos Texte kritisiert. Was jetzt? Interessiert sich Diez nicht für die Texte oder doch? Egal. Denn spannend ist, dass der Xavier „Text“ schreibt, der Georg hingegen ein „Textchen“. Der Diminutiv verdeutlicht der unwissendenen Leserin sofort, wessen Werk hier von Bedeutung ist und wessen nicht.

Und Herr Diez dürfe sowieso nicht den Herrn Naidoo kritisieren, denn das haben andere schon vor ihm getan (Variante des Nullsummenarguments), aber Diez habe das im Elfenbeintum nicht mitbekommen (Erneut das Überlegenheitsargument).

Ich bin kein Verschwörer, aber…

Ich bin kein Rassist, aber...

Ich bin kein Rassist, aber… Grafik von mir.

Jetzt folgt die eigentlich schönste und verschwurbelste Rhetorik in Schultes Text:

„Ich führe Debatten mit Leuten, die steif und fest behaupten, dass das Grundgesetz keine Verfassung und Deutschland kein souveräner Staat sei. Ich halte überzeugt dagegen, weil ich weiß, dass das falsch ist! Leider tut unsere Regierung allerdings auch alles dafür, dass solche Gedanken von immer mehr Leuten unterstützt werden. Das finde ich schlimm.“

Horst Schulte: Xavier Naidoo braucht keinen Fürsprecher – ich machs trotzdem

Das ist das berühmte „Ich bin kein Rassist, aber…“-Argument (natürlich rede ich nur über die Form und nicht über den Inhalt…). Schulte sichert sich zunächst ab, er selbst ist kein Verschwörungstheoretiker, weil er ja selbst auch schon mal an einem Dienstag vor neuneinhalb Jahren gegen eine Verschwörungstheorie argumentativ aufmarschierte. Aber, oh weh! Unsere Regierung, die ist schuld! Die macht uns zu Verschwörungstheoretikern, obwohl wir keine sind.

Damit schließt Herr Schulte dann auch: Die Politker ™, die müsse man mal kritisieren, denn die sind die Bösen. Der Xavier Naidoo hingegen, der ist nicht böse:

„Dabei versucht dieser mit seinen Mitteln Dinge zu reflektieren, die in der Tat ausgesprochen kritisch gesehen werden in unserer Gesellschaft.“

Horst Schulte: Xavier Naidoo braucht keinen Fürsprecher – ich machs trotzdem

Mal ganz davon abgesehen, dass Schulte hier Xavier Naidoo gewissermaßen als „minderbemittelt“ darstellt, so unterstreicht dieser Satz noch einmal, dass Schulte anscheinend inhaltlich mit Naidoo übereinstimmt…

Schulte endet noch einmal mit einem belanglosen, „andere dürfen das doch auch, also lasst halt den Xavier in Ruhe…“ Aber diese beiden Abschnitte davor, die sind die eigentlich spannenden und waren auch Auslöser für meinen Blogpost. Denn sie verdeutlichen das Sophistische an Horst Schultes Text: Schulte scheint inhaltlich mit Naidoo (partiell) übereinzustimmen, aber anstatt inhaltlich zu argumentieren und Diez so zu wiederlegen, greift er lieber Diez auf der Metaebene an, indem er versucht in Misskredit zu bringen, was der Spiegel-Koulmnist sagt. Und das ist ein Sophismus aller erster Güte, der es Wert war, hier besprochen zu werden. Chapeau, Herr Schulte!

Comments

  1. Zuviel der Ehre. So hat mich noch niemand demaskiert. Vor allem nicht in solch epischer Länge.

    Statt sich so viel Mühe mit diesem Text zu machen hätten Sie auch 2-3 Artikel in meinem Blog lesen können. Vielleicht wären Sie zu einem anderen Ergebnis gekommen. Ich nehme Ihren Beitrag als persönliche Beleidigung. Sie haben mir den Sonntag versaut.

    • Privatsprache sagt:

      Den Sonntag wollte ich Ihnen nicht versauen, das tut mir leid. Inhaltlich bleibe ich aber bei meiner Meinung. 😉

      • Ich bin nicht davon ausgegangen, dass Sie einen so langen Artikel verfassen, um inhaltlich dann davon abzugehen.

        Ich wurde vor ein paar Jahren mal angegangen, weil ich mich zum Antisemitismus geäußert hatte und das vermutlich in einer ähnlichen Art und Weise getan hatte. Ich war nicht in der Lage den Vorbehalt gegen mich zu entkräften.

        Mit Xavier stimme ich politisch keineswegs überein. Aber der Zug ist hier abgefahren. Das sehe ich ein. Ich schätze seine Musik und er ist mir auch als Mensch sympathisch.

  2. Rayson sagt:

    Sieht mir ganz so aus, als hätte der Autor dieses Beitrags eine Menge seiner Projektionen auf den Text des armen Horst abgelassen. Gut, es ist zwar jetzt nicht so großes Tennis, den dann doch eher linken Horst wegen einer in drei Wörtern nur angedeuteten Nestbeschmutzung gleich in die Liga der Verschwörungstheoretiker zu packen, aber Hauptsache, der Strohmann fällt.

    Dann lasse ich als Ex-Liberaler mal ein liberales Credo zurück: Es ist besser, man behandelt jeden Menschen als einzigartiges Individuu, statt krampfhaft zu versuchen, ihn in eine der armseligen Schubladen zu packen, die man in der Regel so bereit hält.

    • Privatsprache sagt:

      Aaah, sehr schön: Ein Psychologismus.

      Der Psychologismus

      Das Gegenstück zur Ehrverletzung ist der Psychologismus. Du kannst deinem Opponenten bei argumentativer Schwäche immer noch klarmachen: „Das sagst du nur, weil dein Unterbewusstsein es dir einflüstert.“

      Der Witz an der Logik ist aber, selbst wenn ich meine „Projektionen auf den Text des armen Horst abgelassen“ hätte, hieße das noch lange nicht, dass falsch ist, was ich schreibe. Da müssen Sie schon inhaltliche Fehler finden… =)

      • Rayson sagt:

        Ach, mir geht es da weniger um Unterbewusstsein als vielmehr um das allzu bequeme Errichten von Strohmännern. Wie du den Vier-Worte-Einschub „solange sie links sind“ dazu verwendest, Horst gleich zum Anhänger einer These von „den grün-linken Massenmedien“ und demzufolge dann gleich auch noch zum Verschwörungstheoretiker zu machen, ist schon beeindruckend, so ganz ohne Beleg.

        Und wie praktisch: Du kannst das dann gleich als Grundlage dafür hernehmen, Horsts Engagement gegen tatsächliche Verschwörungstheorien als reines Lippenbekenntnis abzutun. Wieder ohne Belege, aber hey, wenn man gerade so schön am Entlarven ist, stören die doch nur, oder? Oder zählt für dich etwa Horsts Erwähnung von Fehlern der Regierung dazu, die dem Gerede von der mangelnden Souveränität Nahrung geben? Um das auffallende Desinteresse der Bundesregierung in Sachen NSA nicht für einen solchen zu halten, dazu muss man wohl schon ein sehr großer Anhänger der Großen Koalition sein (zu dem ich dich, wäre ich du, jetzt natürlich kraft dieses „Beweises“ gleich ernennen würde).

        Nein, Horst stimmt Naidoo inhaltlich nicht zu. Auch für diese Aussage gibt es keinen Beleg – wahrscheinlich hast du deswegen noch schnell mal das „scheint“ eingeschoben.

        Ich verstehe es ja: Wenn jemand die gewohnten Sprachregelungen verletzt und nicht die erwünschten Reflexe zeigt, ist die Versuchung groß, diesen Störenfried zu maßregeln. Aber statt irgendwelche wilden Vermutungen anzustellen, könnte man ja auch erstmal einfach nachfragen. Netzexil hat eine Kommentarfunktion. Nicht jeder ist ein professioneller Wortdrechsler, und was der eine zu Sophismen hochjazzt, hat der andere auch mal ganz harmlos anders gemeint.

        Ich kenne Horst schon etwas länger, und ich maße mir jetzt mal an, die Kernaussage seines Blogposts zusammenzufassen: „Aussagen von Künstlern sollte man nicht auf die politische Goldwaage legen, wenn sie ein in Teilen der Gesellschaft vorherrschendes Unbehagen artikulieren.“ Dem kann man widersprechen oder zustimmen, allgemein oder im konkreten Fall, aber ich wage die Behauptung, dass dies auch geht, ohne dem Autor etwas zu unterstellen.

        • Privatsprache sagt:

          Ich tue einfach mal so, als würdest du nicht die ganze Zeit versuchen, mich erneut mit Sophismen in Misskredit zu bringen, sondern geh auf dein 1,3 inhaltlichen Argumente ein:

          1. Ich betreibe Textanalyse, mir ist es über den Text hinaus komplett egal, welche Gesinnung Horst Schulte hat. Wenn er also das Argument verwendet „Man darf Kritik nur äußern, solange man links ist“ – dann ist das eben genau das Argument: Wir haben nur linke Medien, wenn jemand rechtes sich äußert, ist „Nestbeschmutzung“ wie du es nennst oder wie ein Verschwörungstheoretiker

          (zu dem ich dich, wäre ich du, jetzt natürlich kraft dieses “Beweises” gleich ernennen würde).

          Dieses Argument unterschlägt zum Beispiel, dass die auflagenstärkste Zeitung in Deutschland, die Bildzeitung ist. Kritik von Rechts hier also an der Tagesordnung ist.

          1.1 Horst kann sich wegen mir jeden Dienstag in den vergangenen neuneinhalb Jahren gegen Verschwörungen eingesetzt haben, dass macht das Argument, die Bundesregierung sei nicht souverän, nicht richtig. Nur weil ich hier zum Beipiel schon öfter über Vegetarier geschrieben habe und dass Vegetarismus eine gute Sache ist, bin ich deshalb noch kein Vegetarier. Zwei Paar Schuhe, verstehste?

          Und für das Handeln der Regierung gibt es sehr viele Erklärungen, allen voran, dass souveräne Staaten halt so handeln. Jedenfalls sehe ich in Frankreich, Großbritannien, Russland oder China keine Untersuchungsausschüsse zur Totalüberwachung. Man kann das Verhalten der Bundesregierung scheiße finden, was ich tue, aber daraus folgt an keiner Stelle, dass Deutschland kein souveräner Staat ist.

          1.2 Ja so ein „scheint“ lässt sich schnell tippen, solltest du auch mal versuchen. Und ich habe es eben verwendet, weil ich Herrn Schulte nicht unterstelle aufgrund eines Wesenszuges rechts zu sein, sondern weil aus seinem Text und aus sonst nichts anderem hervor geht, dass er mit Naidoo übereinstimmt. Wenn das nicht der Fall ist, kann er das sagen und hat er ja auch, wa?

          Ja, dann folgen von die wieder mal etliche Sophismen. Vielen Dank fürs Mitspielen, aber das riecht langsam wirklich nach gelb-rot…

          1.3

          “Aussagen von Künstlern sollte man nicht auf die politische Goldwaage legen, wenn sie ein in Teilen der Gesellschaft vorherrschendes Unbehagen artikulieren.” Dem kann man widersprechen oder zustimme

          Nun, genau das habe ich gemacht und wie man das halt so macht, habe ich dafür eben Argumente geliefert. Nicht? Ich geh dann mal weiter Nester beschmutzen, einen schönen Tag noch.

          • Rayson sagt:

            Ernsthaft? *Du* beklagst dich darüber, durch Sophismen in Misskredit gebracht zu werden? Chapeau!

            ad 1.

            Wenn er also das Argument verwendet “Man darf Kritik nur äußern, solange man links ist”

            Wenn das Wörtchen „wenn“ nicht wär’… Ich habe extra nochmal nachgeschaut: Dieses „Argument“ steht bei ihm nirgends.

            Die Medien als Kollektiv erwähnt er auch nicht. Das ist alles von dir hineininterpretiert – also unter „Analyse“ verstehe zumindest ich etwas anderes.

            ad 1.1

            Nur weil ich hier zum Beipiel schon öfter über Vegetarier geschrieben habe und dass Vegetarismus eine gute Sache ist, bin ich deshalb noch kein Vegetarier. Zwei Paar Schuhe, verstehste?

            Das Argument würde gelten, wenn du nicht Horst genau die Verschwörungstheorien unterstelltest, gegen die er sich zu wenden pflegt. Als würde jemand behaupten, du verachtetest Vegetarier.

            Und für das Handeln der Regierung gibt es sehr viele Erklärungen, allen voran, dass souveräne Staaten halt so handeln.

            Ja, da gibt es viele Erklärungen. Aber auch und gerade Kritik von links warf der Bundesregierung z.B. Unterwürfigkeit gegenüber den USA vor – das ist Wasser auf die Mühlen der Verfechter der These einer mangelnden Souveränität.

            ad 1.2

            Und ich habe es eben verwendet, weil ich Herrn Schulte nicht unterstelle aufgrund eines Wesenszuges rechts zu sein, sondern weil aus seinem Text und aus sonst nichts anderem hervor geht, dass er mit Naidoo übereinstimmt.

            Und ich behaupte, dass eben das aus seinem Text nicht hervorgeht, sondern von dir hineinkonstruiert wurde.

            Nun, genau das habe ich gemacht und wie man das halt so macht, habe ich dafür eben Argumente geliefert. Nicht?

            Die ich in Frage stelle. Soll bei Blogs mit Kommentarfunktion ja tatsächlich auch vorkommen. Was den Betreiber nicht immer erfreut:

            Vielen Dank fürs Mitspielen, aber das riecht langsam wirklich nach gelb-rot…

            Keine Bange, fortan werde ich dich nicht mehr behelligen. Ich bin eh nur durch Horsts Tweet auf dieses Blog gestoßen und war etwas neugierig. Nachdem wir beide jetzt wissen, was wir voneinander zu halten haben, ist das Ding jetzt auch durch.

          • Privatsprache sagt:

            Wenn er also das Argument verwendet “Man darf Kritik nur äußern, solange man links ist”

            Wenn das Wörtchen “wenn” nicht wär’… Ich habe extra nochmal nachgeschaut: Dieses “Argument” steht bei ihm nirgends.

            *Großer, existentieller Seufzer*

            Xavier ist Künstler. Und Künstlern wird in diesem Land eigentlich viel Spielraum gewehrt. Solange sie links sind. Vielleicht ist der Spielraum auch etwas größer, wenn es sich um biodeutsche Künstler handelt. Und natürlich solange sie den Mainstream bedienen

            Soviel zum unlauteren Argumentieren…

  1. […] Ach es gäbe so viel für mich zu tun, zum Beispiel stundenlang eine Neugeborene angucken, aber statt dessen muss ich bloggen. Warum? Weil mir da so ein Ding mit der Sprache aufgefallen ist. Und die Sprache, das wissen Sie, ist mein Ding. Alles fing an mit Xavier Naidoo… […]

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