Platons philosophische Einflüsse

Platon – Der Philosophenkönig – Teil 3

Bevor wir beim nächsten Mal endlich anfangen, richtig tief in Platons Philosophie einzutauchen, müssen wir hier und heute noch ein letztes Mal Vorarbeit leisten und die Frage klären, welche philosophischen und gesellschaftlichen Strömungen den größten Einfluss auf Platon hatten. Wie immer könnt ihr das entweder euch als Video anschauen, oder darunter das Transkript lesen …

Sokrates’ Einfluss

Ohne jeden Zweifel übte Platons Lehrer Sokrates den größten Einfluss auf Platon aus. Von Sokrates übernahm Platon das Zentrale Thema seiner Philosophie: Die Suche nach dem Guten. Aber auch den Stil des Philosophierens, der für die kommenden zwei Jahrtausende dominieren sollte, hat Platon von Sokrates übernommen. Ich spreche von der Fokussierung auf logische Argumentation – das war eine Entscheidung die bei den vorsokratischen Sophisten noch nicht getroffen war, die dann aber ausgehend von Sokrates über Platon und Aristoteles zu philosophischem Mainstream wurde.

Das Kernstück von Platons Philosophie ist seine Ideenlehre. Und diese Ideenlehre ist ebenfalls eine direkte Antwort auf Sokrates und seine „Was ist…?“-Frage. Wir erinnern uns: Sokrates war stets bemüht, allgemeine Definitionen zu liefern und endete letztlich immer (natürlich vollkommen bewusst und absichtlich) in Aporien, also im ergebnislosen Abbruch seiner Untersuchungen. Platons Ideenlehre ist ein Ausweg aus diesem sokratischen Dilemma. Wir werden darauf zurückkommen.

Pythagoras

Neben Sokrates hatten Pythagoras und die Pythagoreer einen großen Einfluss auf Platon. Ich erwähnte ja schon, dass Platon in Italien mit ihrer Philosophie in Kontakt kam und dass er seine Akademie nach ihrem Vorbild gründete. Aber auch inhaltlich hatten sie großen Einfluss auf Platon. Die Pythagoreer kombinierten Mathematik und Logik mit sehr viel Mystizismus. Diese eigenwillige Kombination übernahm Platon direkt von ihnen. Aber der folgenschwerste Einschlag der Philosophie von Pythagoras ist die Theorie von der unsterblichen Seele. Pythagoras hatte den Glauben an die unsterbliche Seele auch nicht aus dem Nichts geboren, sondern von der religiösen Sekte der Orphiker übernommen und Platon übernahm ihn dann wiederum von Pythagoras. Platon sollte es aber nicht bei einem Glauben belassen. Denn wir sind Philosophen: Wir glauben nicht – wir beweisen! Entsprechend versuchte auch Platon zu beweisen, dass die Seele unsterblich ist. Ob ihm das gelungen ist, werden wir sehen.

Heraklit und Parmenides

Als die letzten großen philosophischen Einflüsse sind schließlich noch Heraklit und Parmenides zu nennen. Von Heraklit kennt ihr sicher alle den Poesiealbum-Spruch: „Alles fließt“. Dahinter steckt die philosophische Theorie, dass die Welt in einem stetigen Wandel ist. Ihr wisst schon:

„Du kannst nicht zweimal in denselben Fluss steigen“.

Platon übernahm all das, beschränkte es in seiner Theorie aber auf die Welt, die wir mit unseren Sinnen wahrnehmen können und kombinierte das dann mit Parmenides. Parmenides war der LSD-Fan unter den Vorsokratikern, denn seiner Meinung nach müsse die Welt aus logischen Gründen unveränderbar sein, weswegen all unsere Sinneseindrücke bloße Täuschungen sind. Platon sollte es gelingen, mit seiner Ideenlehre diesen Widerspruch zwischen Heraklit und Parmenides aufzulösen.

Sparta

Zu guter Letzt darf nicht unerwähnt bleiben, dass der Stadtstaat Sparta und seine Verfasstheit großen Einfluss auf Platons politische Utopie hatte. Ausgerechnet Sparta! Die Typen, die Platon dereinst in die Sklaverei verkauft hatten. Die ganzen – nun ja – spartanischen Aspekte an Platons Staatsmodell und überhaupt Platons Ablehnung von sinnlichen Freuden sind ein direkter Einfluss des spartanischen Gesellschaftsideals.

So, nun haben wir aber wirklich den Bauplatz freigeräumt und sind bereit auf ihm Platons phantastischen Philosophie-Palast zu errichten. Da ihr alle das Höhlengleichnis kennt werde ich damit natürlich … nicht anfangen. Denn das Höhlengleichnis ist eigentlich nur eines von drei Gleichnissen, die Platon in seinem Dialog Der Staat vorträgt. Daher beginne ich beim nächsten Mal mit dem Sonnengleichnis.

Vielen Dank dass ihr mir eure Zeit geschenkt habt. Wenn das hier euch gefällt, dann erzählt doch euren Freundinnen davon.

Literatur

Bilderquellen

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12 von 12 im Mai 2016

Der 12. Mai kam und ging. Es ist also mal wieder an der Zeit, euch von meinem Tag anhand von 12 Bildern zu erzählen. Aber, was soll ich sagen: Es war ein ziemlich unspektakulärer Tag. Er begann, wie immer, mit

Kaffee

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Meine Tochter (1) ist derzeit mal wieder in einer Phase, in der sie Schlafen nicht so knorke findet. Was bleibt mir also anderes, als mit Kaffee gegen die Müdigkeit anzukämpfen?

Der Weg zur Arbeit

Da mir ein langer Arbeitstag bevorstand, habe ich gleich vier der Zwölf Fotos auf dem Weg dahin gemacht:

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Wenn das Wetter so toll ist, wie derzeit, fahre ich mir dem Rad. Zunächst fahre ich die schöne Frankenallee hier im Gallus runter.

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Da der Güterplatz wegen Bauarbeiten derzeit gesperrt ist, muss ich dann leider ein Stück auf der Mainzer Landstraße fahren. Doch das ist schnell vorbei und ich werde entschädigt wenn ich …

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… ab dem Westhafen …

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… am Main entlangfahre, bis ich …

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… am Osthafen ankomme. Da hinten links arbeite ich dann in einer der hippen Werbeagenturen. Bis ich …

Mittagspause

… mache.

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Die Mittagspause verbringe ich dann wieder am Wasser, wenn es das Wetter zulässt. Derzeit lese ich dabei meistens das tolle Buch “Mr. Hitchcock, wie haben Sie das gemacht?” von Francois Truffaut.

Bald ist Schlafenszeit

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Abends war ich dran, die Kleine ins Bett zu bringen. Die aus irgendeinem Grund plötzlich auf die Idee kam, aufzuräumen. Keine Ahnung, wieso. VON MIR HAT SIE DAS NICHT!!!

Vorbilder

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Als ich das Kinderzimmer für die Nacht vorbereitete, fiel mir dieses neue Kunstwerk meiner Tochter (8) ins Auge. Bei Disney ist eine neue Moderne ausgebrochen, die mit starken Frauen einhergeht und über die ich mich für meine Töchter sehr freue. Das begann schon 2010 mit Tangled, der aber letztlich noch zu stark in den alten Prinzessinen-Konventionen gefangen blieb. Aber 2013 legte Disney dann mit Frozen ein Meisterwerk vor. Eines fernen Tages werde ich mal ganz ausführlich darüber scheiben oder sprechen, wie genial Frozen ist, aber nicht heute. 2014 wollte Disney mit der Realverfilmung Maleficent nachlegen, aber das scheiterte trotz guter Idee an der katastrophalen Umsetzung. Und 2016 folgte jetzt Zootopia als neuester Streich mit der toughen Hasen-Polizistin Judy Hopps, die ihr oben portraitiert seht. Ich finde es so cool, dass meine Töchter mit so starken Vorbildern aufwachsen dürfen und nicht nur Prinzessinnen haben, die ständig gerettet werden müssen.

Bananeira

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… Ist der Bananenbaum. So nennen wir in der Capoeira den Handstand. Mein Capoeiralehrer forderte mich auf Facebook auf, dass eines der 12 Bilder ein Handstand sein sollte. Bitteschön! Dass ich mich kurz vorher richtig schön auf die Fresse gelegt habe und jetzt einen dicken blauen Fleck am Knie habe, ist zum Glück nicht auf dem Foto und wird für immer mein Geheimnis bleiben. Äh … Moment …

Jetzt ist Schlafenszeit

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Ich bin kaputt, daher gehe ich ins Bett, als es noch nicht einmal ganz dunkel ist und da fällt mir diese kitschige Schönheit ins Auge.

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Jetzt aber gute Nacht! Und bis nächsten Monat …