12 von 12 im Oktober 2016

Auch heute wieder mache ich es kurz. Es ist spät, ich bin müde. 6:20 begann gestern der Tag:

Die Pflicht ruft

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… sie will vorgelesen bekommen. Also meine Tochter (2). Sie will im Augenblick sehr viel vorgelesen bekommen. Er gerade eben hatten wir einen kleinen Streit, da wir nicht einsahen, während des Abendessens vorzulesen. Allerdings sagt sie dazu “vorschauen” – ein wunderschönes Kompositum aus vorlesen und (Bilderbuch) anschauen!

Herbst

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Morgens fahre ich mit dem Fahrrad zur Arbeit. Und mittlerweile wird es echt kalt.

Arbeit

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Ich mache beruflich “was mit Social Media”. Und ich nehme JEDEN EINZELNEN User ernst. Wie man an meiner Schreibtisch-Deko sieht.

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Im Nachbarhaus malt eine Künstlerin sehr diszipliniert jeden Tag an ihren Gemälden, während wir vor unseren Computern sitzen.

Feierabend

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Wenn ich abends nach Hause fahre, ist es zwar wärmer, dafür wird es dann auch schon dunkel.

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Und die Sonne geht dann auch schon unter …

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Der Mond

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Meine Tochter (2) hat den Mond entdeckt. Sie ist seitdem ein großer Fan von ihm.

Elternabend

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Abends war Elternabend in der Kinderkrippe. Das ziiiiiieht sich immer so. Besonders wenn es dann um die Wahlen zum Elternbeirat geht und alle nur betreten zu Boden schauen und hoffen, das der Kelch an ihnen vorübergeht.

Doctor Who

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Den Abend haben wir mit einer Folge Doctor Who ausklingen lassen. Die Dame und ich sind, seit wir ihn entdeckt haben, große Fans.

12 von 12 im September 2016

Das war der 12. September 2016.

Morgenritual

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Meine Tochter (2) hat den Genuss einer guten Lektüre entdeckt. Das hat bei uns zum Ritual geführt, dass wir nun immer gemeinsam Bilderbücher lesen, während die Dame sich für den Aufbruch zur Arbeit vorbereitet.

Spätschicht

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Einmal in der Woche muss ich von 10 Uhr bis 19 Uhr arbeiten. So komme ich in den seltenen Genuss einer Stunde ganz alleine zu Hause. Die habe ich genutzt, die neueste Folge meines Podcasts zu schneiden. Wir sprachen über Pulp Fiction und da wir insgesamt Gäste aus sieben anderen Podcasts begrüßen durften, war der Schnitt diesmal etwas aufwändiger …

Der Main

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Der Sommer ist noch einmal aufgeblüht. Bei über 30°C spielt sich in Frankfurt fast das ganze Leben am Fluss ab. Zumindest erscheint es mir so, wenn ich morgens und abends mit meinem Fahrrad da entlang fahre. Wenn nicht gerade irgendein Fest vorbereitet oder abgehalten wird, gibt es hier morgens Pendler auf ihren Fahrrädern, Touristen die entweder von der Flusskreuzfahrtschiffen strömen oder mit ihren Rucksäcken auf den Wiesen die Nacht zwischen ein paar Obdachlosen und Partyopfern verbracht haben. Unter den Bäumen gibt es genug Platz für alle, auch für Schwäne- und Gänsefamilien. Die Ausflugschiffe werden morgens mit Getränken beliefert, die Stadtreinigung säubert die Grünanlagen, Jogger und andere Sporttreibende sind hier genauso wie Menschen, die schon Hunde und Kinder Gassi führen.

Klimaanlage

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Mit langen Ärmeln sitze ich in der Agentur. Vor ein paar Wochen haben wir neue Räume bezogen. Mit Klimaanlage. Während manche Kollegen das kritisieren, frieren und über Kratzen im Hals schimpfen, feiere ich diese wunderbare Umweltsauerei, die die Hitze ausperrt, ab.

Der Osthafen

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Da ich mein Buch vergessen hatte, nutzte ich meine Mittagspause und machte einen Spaziergang durch den Frankfurter Osthafen.

Heimweg

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Dass der Herbst trotz all der Hitze schon vor der Tür steht, merke ich, als ich auf dem Heimweg fast schon zufällig über den ersten Sonnenuntergang stolpere.

Schlafenszeit

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Zuhause bringe ich meine Tochter (2) ins Bett und mache zum Abschluss des Tages noch die

Wäsche

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Unsere Wohnung befindet sich im vierten Stock. Über uns ist nur noch der Dachboden. Und der Trockenboden ist ein Luxus, den ich nie wieder missen möchte. Keine Wäscheständer mehr in der eigenen Wohnung!

12 von 12 im August 2016

Ehrlich? Schon wieder ein Monat vorbei? Als die Erinnerung auf meinem Handy aufploppte, war ich doch ziemlich überrascht. Daher weiß ich nicht, ob das hier besonders lesenwert wird. Na ja, schauen wir mal. Wir waren gerade erst im Urlaub, den habt ihr verpasst. Tja. Warum heißt diese Aktion auch nicht 5von5 …?

Spätschicht

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Seit dieser Woche ist bei uns also wieder der Alltag eingekehrt. Dazu gehört natürlich auch die Grundimmunisierung meiner Tochter (1). Genau drei Tage war sie in der Grippe. Am Tag Nummer 4 kam dann wieder der Anruf der Erzieherinnen. Die Dame erklärte sich bereit, zum Arzt zu fahren und der entdeckte einen derart roten Hals und rote Ohren, dass er gleich beschloss, mit einem Antibiotikum draufzuschießen.

Glück im Unglück war, dass ich heute “Spät” hatte. Ich arbeite bei einer Agentur und wir betreuen die Social-Media-Kanäle einer großen Firma. Da auf der Facebookseite des Kunden offiziell verkündet wird, dass wir bis 19:00 Uhr auf Fragen antworten, muss immer eine/r aus dem Team bis dann bleiben, braucht aber auch erst um 10:00 Uhr zu kommen. Heute war ich dran. Da die Dame und beide Töchter nicht früh raus mussten, haben wir also schön unsere Wecker ausgeschaltet. Dachten wir zumindest …

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Die Dame hat ein neues Handy und um 6:30 Uhr hörte ich dann das alte klingeln. Da sie nachts viel am Bett des fiebrigen Kindes gesessen hatte, stand ich auf, löschte den Alarm, kochte Kaffee und setzte mich aufs Sofa, um die Shownotes für unsere letzte Podcastfolge zu Reservoir Dogs zu schreiben. Als die beiden Kinder dann wach waren, gab es Frühstück. Aber … Bieberkacke! Ich hatte dann doch zu sehr getrödelt und musste mich sputen, noch rechtzeitig zur Arbeit zu kommen.

Arbeit

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Von wegen Social-Media! Ich saß heute fast den ganzen Tag an einem internen Newsletter für unseren Kunden. Da der Kollege, der die Endredaktion machte, mit meinen Inhalten lange nicht zufrieden war, konnte ich erst auf “Abschicken” klicken, als die anderen sich schon alle ins Wochenende verabschiedet hatten.

Pokestop

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Zwischendurch gab es aber auch die Mittagspause. Die verbrachte ich natürlich wieder auf “meinem” Platz am Frankfurter Osthafen. Hauptsächlich lesend. Aber diese Woche habe ich entdeckt, dass sich auf dem Platz gleich drei Pokestops befinden. Ich spiele Pokemon Go nicht wirklich aktiv, sondern nur von Zeit zu Zeit, um zu sehen, “was die Jugend von heute bewegt”. Aber jetzt hole ich immer mal wieder mein Handy raus und sammle Pokebälle ein. Kann ich die Unmengen irgendwo verkaufen?

Kranballett

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Da die Agentur mir noch keine eigene Kopie der Creative Suite gegönnt hat, musste ich zum Setzen des Newsletters in InDesign rüber in das Büro von ein paar Kolleginnen. Da die Grafikdesignerin in diesem Team halbtags arbeitet, kann ich am Nachmittag dort den Newsletter setzen. Die Aussicht ist spektakulär aber laut.

Hören

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Let’s talk about Podcasts! Ich mache nicht nur einen Podcast, ich höre sie auch total gerne: Auf dem Weg zur Arbeit, beim Einkaufen, beim Wäscheaufhängen und bei allen Tätigkeiten, die mein Großhirn nicht sonderlich beschäftigen, sind sie ein toller Begleiter. Und man baut sich einen enormen Wissensschatz auf! Ich habe derzeit über 100 – mehr oder weniger aktive – Podcasts abonniert. Hauptsächlich deutschsprachige Indie-Produktionen, wenige öffentlich-rechtliche und britisch/amerikanische Podcasts. Podcasts gibt es buchstäblich zu jedem Thema und neben Büchern gibt es kein weiteres Medium, das so tief über die jeweilige Materie berichtet. Da ich selbst einen Filmpodcast mache, höre ich die natürlich sehr gern. Einen guten Einstieg bildet hier die Second Unit, eher unbekannt unter den Filmpodcasts ist der Flachbereich, den ich aber immer mehr ins Herz schließe. Ausführliche Interviews zu wissenschaftlichen Themen liefert Forschergeist, eher Newscharakter zur Wissenschaft hat KonScience. In der Podcastszene ist die Qualität von sogenannten Laberpodcasts umstritten, ich halte das für eine hohe Kunst, die zum Beispiel [Der Weisheit] beherrrscht. Kurze prägnante Casts bilden das Gegenteil, meine Empfehlung ist hier Anerzählt, der in unter 10 Minuten jeden Tag etwas zu einer Zahl zu berichten weiß. Literatur & Kunst findet man im E&U-Gespräch, Geschichte bei Zeitsprung und Fernsehserien bei zwanzichfuffzehn. Diese Liste könnte ich fast ewig so fortsetzen. Wenn ihr noch mehr Empfehlungen wünscht, dann fragt in den Kommentaren! =)

Der Sessel

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Meine Tochter (9) hat heute entdeckt, dass man bei unserem großen Ohrensessel eine Liegeposition einstellen kann. Ich musste lange diskutieren, bis ich sie davon abgebracht hatte, auf dem Sessel die Nacht zu verbringen. Der Sessel stammt noch aus meinem Elternhaus. Damals hatte er einen braunen Bezug und war von mehreren Katzen- und Kindergenerationen enorm abgewetzt. Mein großartiger Papa hat ihn vor einigen Jahren neu beziehen lassen und dann mir geschenkt. Ein Geschenk, über das ich mich noch immer jeden Tag freue!

Vorlesen

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Meine Aufgabe war es heute, meine Tochter (9) ins Bett zu bringen. Dazu gehört traditionell das Vorlesen. Wir stecken mitten in Cornelia Funkes Tintenblut, dem zweiten Teil der Tintenwelt-Trilogie. Er gefällt mir besser als der erste Band, ist aber auch düsterer. Ein Kind sollte schon eine gewisse Reife und Erfahrung mit dramatischen Themen haben, bevor es sich an dieses Buch wagt. Über Kinderliteratur, Kinderfilme, Vorlesen und gemeinsam gucken wurde ich übrigens neulich in der schon erwähnten Second Unit interviewt.

Sicario

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Da die Dame noch etwas erledigen musste, fing ich an, Sicario zu gucken. Sie war dann aber doch schnell fertig, weshalb ich den Film unterbrach. Das ist der Grund. Nicht böse sein, Mojo! 😉

Modern Family

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Stattdessen sahen wir dann die Sitcom Modern Family. Leichte Kost, keine große Kunst, aber ich war auch platt vom Tag und der ersten Arbeitswoche nach drei Wochen Ferien. Dazu gab es das eine oder andere Bier …

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… bevor ich dann ins Bett krabbelte. Ich lese noch immer Unendlicher Spaß von David Foster Wallace, wie gesagt: 1.600 Seiten. Aber ich habe es mir noch einmal für den Kindle gekauft. So kann ich den Schinken besser mitnehmen und auch in der Mittagspause lesen. Ich werde zunehmend in Wallaces dunkle und zugleich skurril-satirische Welt gesogen.

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Bis nächsten Monat!

12 von 12 im Juli 2016

Wieder ein Monat um. Hier kommen meine 12 von 12, diesmal mit der tollen App Prisma bearbeitet. Happy Birthday, du! Du weißt schon, wen ich meine. 😉

Kontraintuitive Morgenlektüre

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Eine unserer Morgenroutinen ist das Vorlesen. Während die Dame sich für den Tag vorbereitet, lesen meine Tochter (1) und ich “Buch”. Bei ihrer Wahl ist sie ganz offensichtlich noch nicht von so Nebensächlichkeiten wie gesellschaftlichen Konventionen oder gar Semantik beeinflusst.

Kellergewölbe

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Ich möchte diesen Monat ein wenig übers Fahrradfahren schreiben. Ich wohne nun seit 15 Jahren in mehr oder weniger großen Städten und betrachte das Fahrrad als das beste Fortbewegungsmittel für die Stadt. Zunächst ist es gesund – solange du nicht überfahren wirst. Du sparst dir die schwitzige Enge der Öffis und kannst deine Lieblingspodcasts dabei hören. Aber vor allem ist das Fahrrad schneller als die Alternativen. In der Rushhour fahre ich an jedem Stau vorbei, ich muss keine Parkplätze suchen, nicht Umsteigen oder auf verspätete Bahnen warten.

Eines der Probleme, die das Radfahren allerdings mit sich bringen, ist der leidige Fahrraddiebstahl. In meinem Leben wurden mir bereits drei Räder gestohlen. Das erste – noch in dem mittelhessischen Kaff, in dem ich aufwuchs – hatte sich ein Freund ausgeliehen. Es wurde ihm aus dem Garten hinterm Haus gestohlen. Zur gleichen Zeit fuhr ein Besoffener nachts in mein erstes Auto – das ich wiederum vorm Haus geparkt hatte – und beging Fahrerflucht. Es war ein goldener Toyota Starlet, Baujahr 1987. von dem Geld, das mir mein Freund für das gestohlene Fahrrad gab (es war ein sehr teures Rad), kaufte ich mir das gleiche Auto noch einmal (es war ein sehr billiges Auto).

Mein zweites geklautes Rad war wieder recht teuer. Während meines Studiums in Aachen hatte ich bei einem Studentenjob genug verdient, dass ich mir ein Rad in einem schnieken Radladen “maßschneidern” ließ. Ich hatte 10 Tage Spaß daran, dann knockte mich ein Autofahrer aus und beging Fahrerflucht. Ich brach mir den Daumen und meinem Rad verzog es den Rahmen. Ein paar Tage später wurde dann das kaputte Rad aus dem Hof meiner Altbauwohnung gestohlen. Hoftor und Fahrradschloss waren kein Hindernis gewesen.

Das dritte Rad war ein vollkommen banales Stadtrad mit mehreren kleinen Defekten. Trotzdem schnitt jemand mein Schloss durch, befreite es vom Fahrradständer und mich vom Drahtesel. Als ich mir dann auch noch während des Studiums ein Rennrad kaufte, wanderte es in meine Wohnung. Dort bewahrte ich es sicher auf. Mit zwei Kindern und drei Stockwerken habe ich mich mittlerweile für den Keller entschieden. Drei Türen und ein Fahrradschloss sind hoffentlich Sicherheit genug.

Der Tunnel unterm Hauptbahnhof

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Das größte Problem am Fahrradfahren sind die Auotfahrer. Besonders im stressigen Morgenverkehr checken die meisten nicht, dass ein “Ach, da passe ich noch durch!” für uns Radfahrer ohne die tonnenschwere Rüstung eines Autos gleichbedeutend mit einem fahrlässigen Angriff auf unsere Gesundheit ist. Und wofür? Für die 300 Meter bis zu nächsten roten Ampel? Daher versuche ich meine Routen so zu optimieren, dass ich möglichst wenig gemeinsame Fahrbahn mit Autos habe. Dieser wenig attraktive Tunnel unterm Frankfurter Hauptbahnhof schaffte es so auf meinen Arbeitsweg.

Das Gerippte

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Attraktiver wird es kurz darauf am Westhafen. Die Frankfurter nennen den Westhafentower das Gerippte, weil die rautenförmigen Fenster das Muster des traditionellen Apfelweinglases aufgreifen. Bei der Brücke da vorne rechts hatte ich dafür gleich wieder eine unangenehme Begegnung mit einem Auto. Die Brücke ist so schmal, dass zwei Autos nur mit Mühe aneinander vorbeikommen. Dennoch hielt eine Fahrerin es für eine gute Idee, sich zwischen mir und einem entgegenkommenden Rad durchzuquetschen. Na, herzlichen Dank!

Der Main

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Aber dann bin ich die Autos los und kann den Rest des Weges an der Mainpromenade entlang zur Arbeit fahren. Bei gutem Wetter ist die allerdings schon morgens recht voll. Besonders weil die Flusskreuzfahrtschiffe (wie das da vorne links) morgens Touristenladungen ausspucken, die dann auf dem Weg in fetten Trauben rumstehen, um den richtigen Regenschirm zum Hinterherdackeln zu suchen. Wenn ich mich da durchquetschen muss, schwanke ich immer zwischen dem misanthropen Wunsch, die alle umzufahren und der Erkenntnis, dass ich dann nicht besser bin als die Autos, die mich so nerven.

Fahrradtouristen

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Nur zwei Plätze waren gestern an den Radständern unserer Agentur noch frei! Sonst steht hier nur eine Handvoll Räder. Einerseits ist es ja erfreulich, dass die Menschen bei gutem Wetter radfahren, andererseits sind Fahrradtouristen die Pest! Dadurch, dass wir alle Radfahren schon als Kind gelernt haben, vergessen die meisten, dass im Straßenverkehr mehr Kompetenz dazu gehört, als in die Pedale zu treten. Menschen, die nur ein- oder zweimal im Jahr fahren, machen dann so Blödsinn wie im Schritttempo nebeneinanderfahren oder auf dem Radweg mit Gegenverkehr links fahren. Sie wissen offenbar nicht dass sie auf den Gegenverkehr achten müssen, wenn auf ihrer Bahn ein Hindernis ist und nicht einfach rüberziehen können. Sie biegen ohne jeden Hinweis plötzlich ab oder bleiben mitten auf dem Weg stehen, am besten noch, um mit einem Entgegenkommenden einen Plausch zu halten, sodass dann der gesamte Radweg blockiert ist. Nein, nein, nein, Fahrradtouristen sind wirklich nervig.

Arbeitsplatz

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Jetzt aber schnell zur Arbeit! Ich habe mich so verquatscht, dass ich schon ein bisschen spät dran bin. Schickes Treppenhaus, oder?

Kranke Kinder sind krank

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Die Dame schickte mir das Foto von diesem Gipsarm. 🙁 Das Problem ist, dass meine Tochter (8) gerade im “der Junge und der Wolf”-Alter ist. Sie hat entdeckt, dass Krankheiten helfen, um bestimmten Unannehmlichkeiten aus dem Weg zu gehen. Ich kenne das Phänomen noch aus meiner Kindheit und glaube nicht, dass meine Tochter bewusst oder gar intrigant Krankheiten vorspielt. Aber Psychosomatik is a bitch! Und wenn du dich nur lange genug auf deinen Bauch konzentrierst, wirst du den Schmerz entdecken. Jedenfalls habe ich das Kind schon mehr als einmal wegen Bauch- oder Kopfweh aus der Schule abgeholt, um dann festzustellen, dass die Schmerzen kurz darauf verflogen waren. Auch dieser Gips ist bereits der zweite, bei der die Ärztin sagte, dass sie nichts auf den Röntgenaufnahmen finden kann, aber das meine Tochter Schmerzen hat, bekommt sie halt einen Gips. Dass gerade aufgrund der letzten Schulwoche die Motivation morgens das Haus zu verlassen nicht die höchste ist und dass die Dame derzeit zu Hause ist, um unsere fiebrige Tochter (1) zu hüten, passt eben ins Bild … Andererseits sagte die Ärztin auch, dass Kinder vorsichtshalber mit geringerer Intensität geröntgt werden. Entsprechend kann da ein feiner Bruch sein, der unentdeckt bleibt …

Mittagspause

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Mittagspause im Sommer sind schön. 🙂 Am Main sitzend, gute Musik auf den Ohren und ein gutes Buch auf dem Kindle. Was willst du mehr? Besonders wenn du, so wie ich, einen “Irgendwas mit Social Media”-Job hast, liest du tagtäglich Texte von Menschen, die nur latent literalisiert wurden. Dann in der Pause ein paar wirklich geschliffene Sätze zu lesen, ist wie ein Urlaub fürs Gehirn.

Skyline

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Auf dem Heimweg ist das Mainufer noch voller, aber jetzt habe ich ja Zeit. Der gecrosste Ailan Kurdi wurde mittlerweile übrigens durch ein neues Bild ersetzt: Ein kleiner Junge im Himmel mit lauter Teddybären um sich herum. Die schwarzen Haare und das rote T-Shirt sind für alle Wissenden Hinweis genug, wer dort dargestellt ist. Ich finde allerdings: Es ist leider nur gut gemeint, nicht gut gemacht und lege euch noch einmal meinen Text über das alte Graffito ans Herz.

Abendessen

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Supergesundes Abendessen! Mit Salat, Tomaten, Gurken … Nun gut, auch mit Frikadellen, Burgerbrötchen, Pommes und Ketchup. 😉

Hermine Granger

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Ich habe mir offensichtlich (und völlig zurecht!^^) den Ruf als Harry-Potter-Experte erarbeitet. Denn Christian von der Second Unit hat mich eingeladen, ihm die Reihe zu erklären. Demnächst dann auf dem sehr hörenswerten “Kanal” der Unit. Dafür musste ich natürlich Hausaufgaben machen … Hier findet ihr zur Zeit mindestens fünf gute Gründe für meinen guten Ruf in Bezug auf Potter.

12 von 12 im Juni 2016

Der Juni ist gekommen. Dieses 2016 ist jetzt schon ein halbes Jahr alt. Und dies sind meine 12 Bilder vom 12.6.

Regen

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Igittigitt, war das ein Wetter gestern. Es war dunkel und hat geschüttet. Oder wie meine Tochter (1) es ausdrückte: “Nass da!”

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Sofa

Ich nutzte den Vormittag um intensiv auf dem Sofa zu liegen und unsere nächste Podcast-Folge vorzubereiten.

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Zwischendurch kam immer wieder meine Kleine vorbei zum Spielen. Zum Beispiel mit dem “Hasen”.

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Die Große schaute zwischendurch My Little Pony.

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Auch wenn es so aussieht, als würde die Kleine mitgucken, war sie eigentlich nur daran interessiert, auf der Sessellehne zu sitzen, genau wie ihre große Schwester.

Regenpause

Irgendwann hörte es dann tatsächlich mal auf, zu regnen. Wir wagten uns todesmutig nach draußen. Während die Dame mit der Kleinen Pfützenhüpfen ging, fuhr ich mit meiner Tochter (8) …

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… ins Schwimmbad. Das Rebstockbad ist fünf Fahrradminuten von uns entfernt und dort habe ich meiner Tochter das Schwimmen beigebracht. Ganz ohne Schwimmkurs! So wie es mein Vater schon mir beibrachte …

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Das Wetter hielt ein bisschen. Sodass wir einen alten Tradition im Hause Privatsprache nachgingen. Nach dem Schwimmbad verlangt die Tradition nacht Eis …

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Fußball

Dann begannen auch schon die Fußballspiele der aktuellen Europameisterschaft. Der “Hasen” und ich guckten ganz gebannt. Meine Tochter (8) milde interessiert und die anderen beiden nur gelegentlich.

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Die Große hat zu Weihnachten Mongolische Wüstenrennmäuse bekommen. Und immer wenn wir unsere Ruhe haben wollen, fangen die Viecher an, am Gitter zu nagen, was einen unglaublichen Lärm macht …

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Als die Kinder im Bett waren, sahen die Dame und ich noch das erste Deutschlandspiel. Es war spannend …

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… und ich war irgendwann so müde, dass ich diesmal das 12. Foto vergessen habe. Ups! Nächsten Monat dann wieder – versprochen.

12 von 12 im Mai 2016

Der 12. Mai kam und ging. Es ist also mal wieder an der Zeit, euch von meinem Tag anhand von 12 Bildern zu erzählen. Aber, was soll ich sagen: Es war ein ziemlich unspektakulärer Tag. Er begann, wie immer, mit

Kaffee

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Meine Tochter (1) ist derzeit mal wieder in einer Phase, in der sie Schlafen nicht so knorke findet. Was bleibt mir also anderes, als mit Kaffee gegen die Müdigkeit anzukämpfen?

Der Weg zur Arbeit

Da mir ein langer Arbeitstag bevorstand, habe ich gleich vier der Zwölf Fotos auf dem Weg dahin gemacht:

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Wenn das Wetter so toll ist, wie derzeit, fahre ich mir dem Rad. Zunächst fahre ich die schöne Frankenallee hier im Gallus runter.

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Da der Güterplatz wegen Bauarbeiten derzeit gesperrt ist, muss ich dann leider ein Stück auf der Mainzer Landstraße fahren. Doch das ist schnell vorbei und ich werde entschädigt wenn ich …

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… ab dem Westhafen …

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… am Main entlangfahre, bis ich …

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… am Osthafen ankomme. Da hinten links arbeite ich dann in einer der hippen Werbeagenturen. Bis ich …

Mittagspause

… mache.

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Die Mittagspause verbringe ich dann wieder am Wasser, wenn es das Wetter zulässt. Derzeit lese ich dabei meistens das tolle Buch “Mr. Hitchcock, wie haben Sie das gemacht?” von Francois Truffaut.

Bald ist Schlafenszeit

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Abends war ich dran, die Kleine ins Bett zu bringen. Die aus irgendeinem Grund plötzlich auf die Idee kam, aufzuräumen. Keine Ahnung, wieso. VON MIR HAT SIE DAS NICHT!!!

Vorbilder

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Als ich das Kinderzimmer für die Nacht vorbereitete, fiel mir dieses neue Kunstwerk meiner Tochter (8) ins Auge. Bei Disney ist eine neue Moderne ausgebrochen, die mit starken Frauen einhergeht und über die ich mich für meine Töchter sehr freue. Das begann schon 2010 mit Tangled, der aber letztlich noch zu stark in den alten Prinzessinen-Konventionen gefangen blieb. Aber 2013 legte Disney dann mit Frozen ein Meisterwerk vor. Eines fernen Tages werde ich mal ganz ausführlich darüber scheiben oder sprechen, wie genial Frozen ist, aber nicht heute. 2014 wollte Disney mit der Realverfilmung Maleficent nachlegen, aber das scheiterte trotz guter Idee an der katastrophalen Umsetzung. Und 2016 folgte jetzt Zootopia als neuester Streich mit der toughen Hasen-Polizistin Judy Hopps, die ihr oben portraitiert seht. Ich finde es so cool, dass meine Töchter mit so starken Vorbildern aufwachsen dürfen und nicht nur Prinzessinnen haben, die ständig gerettet werden müssen.

Bananeira

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… Ist der Bananenbaum. So nennen wir in der Capoeira den Handstand. Mein Capoeiralehrer forderte mich auf Facebook auf, dass eines der 12 Bilder ein Handstand sein sollte. Bitteschön! Dass ich mich kurz vorher richtig schön auf die Fresse gelegt habe und jetzt einen dicken blauen Fleck am Knie habe, ist zum Glück nicht auf dem Foto und wird für immer mein Geheimnis bleiben. Äh … Moment …

Jetzt ist Schlafenszeit

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Ich bin kaputt, daher gehe ich ins Bett, als es noch nicht einmal ganz dunkel ist und da fällt mir diese kitschige Schönheit ins Auge.

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Jetzt aber gute Nacht! Und bis nächsten Monat …

12 von 12 im April 2016

Was dieses 12 von 12 ist? Das hier!

Aufstehen

Um 6:45 Uhr quälte ich mich mühsam aus dem Bett. Aber diese Qual wurde mir beim Blick aus dem Fenster wiedergutgemacht: Es versprach, ein schöner Tag zu werden.

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Warten aufs Frühstück

Meine Tochter (1) kann mittlerweile besorgniserregend gut klettern, wie ihr hier sehen könnt. Während die Dame und ich das Frühstück bereiten und Meine Tochter (8) deckt, wartet die Kleine ungeduldig.

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Frühstück

Es gibt exquisites Roggen-Weizen-Mischbrot mit einem delikaten Frischkäse Bestrich in raffiniert mundgerechten Schnittchen serviert.

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Für mich gibt es Kaffee. Mit Milch.

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Zur Schule

Die Schule hat nach den Osterferien wieder begonnen. Das heißt, dass meine Tochter (8) als erste das Haus verlässt. Wir müssen dann jeden Morgen einer enttäuschten Einjährigen klarmachen, dass sie erst in einer halben Stunde ihre Schuhe anziehen darf.

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Der Weg zur Arbeit

Hatte ich schon erwähnt, dass ich einen neuen Job habe? Bei gutem Wetter kann ich auf dem Rad am Main entlang zur Arbeit fahren. Es gibt wahrlich schlimmeres!

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Arbeit!

Ich mache jetzt in einer Agentur Social Media für ein sehr großes Unternehmen. Oder wie es der Bruder der Dame romantisch ausdrückte: “Du hängst also den ganze Tag auf Facebook rum und wirst dafür auch noch bezahlt!”
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Mittagspause

Einer der vielen Vorteile meines neuen Jobs ist, dass die Agentur direkt am Frankfurter Osthafen ist. Die Mittagspause verbringe ich bei gutem Wetter gerne am Wasser.

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Der Heimweg

Wenige Stunden später geht es schon wieder nach Hause. Schon als ich losfahre, sehe ich Blitze am Himmel. Aber die sind über Offenbach, da kann mir doch in Frankfurt nichts passieren! Falsch gedacht … Kurz darauf fahre ich durch strömenden Regen nach Hause. Aber es ist warm und riecht nach Frühling.

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Abendbrot

Zuletzt hatte ich eine 25-Stunden-Stelle, außerdem Elternzeit und zuletzt Arbeitslosigkeit. Daher habe ich bisher immer sehr viel Zeit mit meinen Töchtern verbringen können. Damit ist jetzt erst einmal Schluss. Wenn ich heimkomme, gibt es Abendessen und anschließend gehen die Mädchen ins Bett. Ich bin heute mit der kleinen dran …

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Abendstimmung

Dann haben wir Feierabend. Weil Die Dame neulich eine Wette mit mir verloren hat, steht ein Kasten Bier auf dem Balkon. Als ich uns zwei Flaschen hole, bietet sich mir dieser schöne Anblick.

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Nachtlektüre

Kurz darauf geht es auch für uns ins Bett. Ja, ich lese noch immer an “Unendlicher Spaß” und es wird noch eine Weile so bleiben, denn das Buch hat 1600 Seiten, ich bin erst auf Seite 250-irgendwas und da das Buch Ameisenfußstapfen große Schrift hat, schaffe ich eigentlich nie mehr als 5-10 Seiten am Abend.

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Das war der Tag, wir sehen uns nächsten Monat!

12 von 12 im Februar 2016

Es ist schon wieder ein Monat um und es ist Zeit für 12 von 12. Das war mein Tag am 12 Februar 2016:

Morgens geht meine Tochter (8) als erste aus dem Haus, um in die Schule zu kommen. Ja, obwohl wir in der großen, bösen Stadt Frankfurt wohnen, kann meine Tochter alleine zur Schule gehen … Hier habe ich schon einmal einen (wie ich finde) sehr differenzierten Beitrag zu diesem Dauerbrenner der Kindererziehung verfasst. Jedenfalls haben die Dame, meine Tochter (1) und ich dann immer noch eine kleine Ruhepause, bevor auch wir das Haus verlassen um zur Arbeit und zur Krippe zu kommen. Die nutze ich zwischen Vorlesen oder Ballspielen für einen Kaffee.

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Auf dem Weg zur Krippe. Diese Leihfahrräder der Deutschen Bahn sind so nervig wie eine Wunde an der Lippe, an der du nicht aufhören kannst, mit der Zunge herumzuspielen. Dadurch, dass die Leiher/innen sie nur in einem ungefähren Bereich abstellen müssen, stehen sie immer im Weg. Dann passiert regelmäßig so etwas nettes und rücksichtsvolles wie hier.

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Auf dem Heimweg fand ich den neuesten Kandidaten für meine kleine Instagramsammlung “Aschenputtel war hier“. Mir ist vor geraumer Zeit mal aufgefallen, wie oft Menschen Schuhe im öffentlichen Raum verlieren oder zurücklassen. Das ist mir ein absolutes Rätsel, weil ich noch nie einen Schuh verloren habe. Klar, wenn es ein Kinderschuh ist, wie hier, kann ich das erklären. Aber auch Erwachsene scheinen regelmäßig einschuhig nach Hause zu gehen …

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Nachdem ich den Krümel zu einem Vormittag voller Spiel und Spaß abgegeben habe, setze ich mich zu Hause an meinen Computer um zu schreiben. Ich habe mit meiner Platon-Staffel auf YouTube angefangen und neben anderen Texten noch einmal am Skript für die zweite Folge gefeilt. Ich bin noch immer arbeitslos. 🙁 Allerdings stehen die Vorzeichen gut, dass sich das bald ändern könnte. 🙂 Mehr sage ich nicht, auch wenn ich nicht abergläubisch bin. Man weiß ja nie, wer alles mitliest, besonders, wenn man in Digitalien arbeiten will.

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Arbeitslos zu sein hat zumindest den Vorteil, dass ich zwischendurch meine Capoeira-Hausaufgaben machen kann. Wir arbeiten zurzeit an unserer Ginga (das ist der Grundschritt in der Capoeira) und diese Woche ging es um Selbstanalyse: Was ist gut an meiner Ginga, was schlecht. Welche Variationen fallen mir leicht, welche schwer. Außerdem sollten wir uns ein Vorbild auf YouTube suchen und uns daran orientieren. Mir gefällt sehr der Stil von Mestre Kibe. Hier könnt ihr ihn euch ansehen.

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Dann geht es auch schon wieder los, um meine Tocher (1) von der Krippe abzuholen. Gegenüber unseres Hauses ist ein kompletter Häuserblock hochgezogen worden. Mit dem Rohbau sind sie nun fast fertig, sodass der erste Kran mit Hilfe eines noch größeren mobilen Krans abgebaut wurde. Meine Tochter (1) hat ihn leider verpasst, obwohl sie doch “Totos” (Autos) so gerne mag …

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Dann ging es endlich ins Wochenende! Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Laut Google sind es immerhin 850 Meter von der Krippe nach Hause und der Krümel ist sie zum ersten Mal komplett gelaufen. Sie fand es auch gar nicht gut, wenn ich bei Straßenübergängen darauf bestand, sie an die Hand zu nehmen.

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Zuhause erwartete uns schon eine Deckenhöhle im Schlafzimmer. Leider gab es später zwischen meiner Tochter (8) und mir einen ziemlich großen Streit um die Frage, wer dafür verwantwortlich ist, diese Höhle wieder abzureißen und aufzuräumen.

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Man hat es eben nicht leicht mit diesen Kindern …

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Doch ein leckerer Kaffee beruhigt die Nerven und hält an einem langen Abend wach.

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Denn an diesem Abend nahmen die Dame und ich noch die neueste Folge unseres Podcasts Spätfilm auf. Wir sprachen über Hitchcocks Das Fenster zum Hof*, ein extrem guter Film. Wir bewerten in jeder Folge den besprochenen Film, erstellen daraus unsere eigenen Filmcharts und Rear Window ist ein ganz heißer Kandidat für die neue Spitzenposition. Zu hören gibt es das in Kürze, wenn ich die Folge geschnitten und durch Auphonic gejagt habe.

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Dann ging es ins Bett. Wie ich letzten Monat schrieb, versuche ich immer noch ein paar Seiten zu lesen. Mittlerweile lese ich Unendlicher Spaß* von David Foster Wallace und werde wohl noch eine Weile an dem Schinken sitzen, denn er hat 1600 Seiten und ungefähr Schriftgröße 2. Das Buch ist … schwierig. Nach 150 Seiten ist es noch immer nicht über die Vorstellung eines komplexen Geflechts von Protagonisten herausgekommen. Einige der Kapitel waren großartig, andere zäh. Mal sehen, wie es sich entwickelt. Ich werde sicher noch eine Weile daran sitzen und kann dann hier ja berichten.

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*Hinterhältiger Affili-Link: Wenn ihr das Buch oder den Film kauft, bekomme ich eine winzige Provision und freue mich.

12 von 12 im Januar 2016

Auch im Januar habe ich mich wieder an dieser Blogparade beteiligt und 12 Fotos von meinem 12. Tag des Monats gemacht. Los geht’s:

Wenn wir morgens um 6:45 Uhr aufstehen, ist es noch immer dunkel. Ich mag den Winter deswegen nicht so sehr, aber wenn sich so schöne Wolkenspiele bei Sonnenaufgang zeigen, dann ist das auch okay:

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Jetzt blogge ich doch tatsächlich übers Wetter! Aber dass es seit zwei Wochen mehr oder weniger am Stück regnet, nervt mich ungemein. Als ich meine Tochter (1) zur Krippe brachte, war zum Glück eine kurze Regenpause, sodass sich dieser schöne Anblick bot.
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Ich bin derzeit arbeitslos, was eher so :-/ ist. Wenn ihr eine Stelle in Frankfurt für mich habt, nur her damit. 😉 Zwischen all den Bewerbungen blieb mir da gestern aber auch noch Zeit für einen kurzen Nachruf auf David Bowie.

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Ehrlich gesagt, habe ich dann die 12 von 12 total vergessen und erst am späten Nachmittag fiel mir das wieder ein. Meine Tochter (8) ist beim Essen gerade in einer strickten Pfannkuchen- und Spaghetti-Phase, was das Kochen etwas schwierig gestaltet, besonders da Tochter (1) fast alles aber keine Pfannkuchen mag. Wir versuchen uns abzuwechseln mit Gerichten, die uns Erwachsenen schmecken und bei denen meine Tochter dann Brot isst und solchen, die ihr schmecken. Außerdem versuchen wir die beiden Optionen, die sie uns lässt, zu variieren. Daher gab es gestern Waffeln.
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Ein weiteres Problem beim Abendessen ist, dass meine Tochter (1) mittlerweile herausgefunden hat, wie sie aus ihrem Kinderstuhl aufstehen kann. Weswegen sie das Essen irgendwann – meist sehr abrupt – abbricht. Aber mit Puppe auf Papas Schoß gesellt sie sich dann doch noch einmal zu uns, was mir die Gelegenheit gab, ein Foto von ihrem wirklich saucoolen Batman-Pullie zu machen.

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Im Winter geben wir unserem Kind mal ausnahmsweise kein Heroin, auch wenn es so aussieht. Stattdessen gibt es Vitamin D, bis wieder genug Sonne scheint, damit die Haut das selbst produzieren kann.

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Dann habe ich da noch ein Projekt auf YouTube, wo ich über Philosophie quatsche und für das ich gerade meine Platon-Staffel vorbereite. Da die Dame heute ausging, hatten wir besonders früh gegessen und bevor ich die Kinder ins Bett bringen musste, hatte ich noch etwas Zeit. Da sich beide Kinder gerade selbst amüsierten, habe ich noch ein wenig in diesem Buch von Walter Bröcker gelesen. Das Buch kann ich nur empfehlen, es hat mir schon im Studium treue Dienste geleistet und ist eine exzellente Interpretationshilfe.

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Tochter (1) bekam dann noch den traditionellen Schlummertrunk …

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… bevor es ins Bett ging.

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Nachdem die Kleine eingeschlafen war, las ich der Großen noch Harry Potter vor. Wir sind beide große Fans und haben schon vier Bände durch (ich berichtete), nun schlagen wir uns gerade mit der teuflischen Professorin Umbridge herum! Doch als das Kapitel zu Ende war, war dann auch die zweite Schlafenszeit des Tages angesagt.

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Schließlich machte ich es mir auf dem Sofa gemütlich, und verbrachte meinen Abend allein ;-( damit Terminator Genysis (oder Genisys?) zu sehen. So fand ich ihn. Dazu gab es alkoholfreien Äppler, Wasser und Orange.

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Schließlich ging es auch für mich ins Bett. Ich notiere mir seit, über 10 Jahren alle Bücher, die ich gelesen habe. Nachdem ich 2014 so wenig wie noch nie gelesen habe (also Bücher, im Internet hingegen jede Menge), war ich geradezu schockiert und nahm mir vor, wieder jeden Abend vor dem Schlafengehen zu lesen. Das hat ganz wunderbar funktioniert und auch 2016 halte ich an dieser Gewohnheit fest. Herta Müllers Buch Atemschaukel ist übrigens fantastisch. Es spielt in einem russischen Arbeitslager, aber der triste Handlungsrahmen wird durch die wunderbare Sprache von Müller sehr schön kontrastiert.

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Ca. 30 Minuten nachdem ich das Buch beiseite gelegt hatte, musste ich übrigens wieder aufstehen, da meine Tochter (1) fand, sie habe nun genug geschlafen.

¯\_(ツ)_/¯

12 von 12 im Dezember 2015

Ich mache auch diesen Monat wieder mit bei 12 von 12. Der 12. Tag in meinem Dezember war relativ ereignislos – ein ganz normaler Samstag im Hause Privatsprache. Morgens bin ich mit meinen Töchtern aufgestanden, während die Dame noch etwas schlafen durfte. Die Große sah Kevin – Allein zu Haus. Der Film ist leider viel schlechter, als ich ihn in Erinnerung hatte. Ich habe ihn zum ersten Mal mit 10 Jahren im Kino gesehen.

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Da die Dame und ich derzeit unter der Woche beide arbeiten gehen, bleibt uns leider auch nichts anderes übrig als am Samstag die Wohnung zu putzen. Es gibt schönere Möglichkeiten, sein Wochenende zu verbringen. Aber immerhin konnte ich beim Putzen die neue Folge Logbuch Netzpolitik hören.

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Bevor wir aufbrechen zu einem unvermeidlichen vorweihnachtlichen Shopping-Trip, baut meine Tochter (8) noch eine Burg aus den Spielsteinen von “Torres”.

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Dann geht’s los. Zu Fuß zum “Skyline Plaza” einem großen Einkaufszentrum hier im Gallus. Ein gaaaaanz schrecklicher Ort, aber manchmal kann ich mich dem nicht verweigern. Immerhin sehen wir unterwegs in einem Schaufenster auf der Frankenallee dieses wunderschöne Stück Trash.

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In der Frankenallee schon im Schatten der Türme befindet sich auch eine schöne alte Feuerwache im klassisch-hessischem Sandstein.

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Angekommen! Das Einkaufszentrum steht am Güterplatz, der schon eine Baustelle ist, seit ich in Frankfurt wohne. Ständig wird dort ein neuer Turm in die Höhe gezogen.

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Meine Tochter (8) hat in der Schule einen Handschuh verloren, daher müssen wir in einen Klamottenladen und dort ein neues Paar kaufen. Dort ereignet sich dieser bemerkenswerte Dialog:

Ich so: Entschuldigung, können Sie mir mal die Verpackung von diesen Handschuhen aufmachen, damit meine Tochter sie anprobieren kann?
Verkäuferin so: Nein das geht nicht, denn dann bekommt man die Verpackung nicht mehr richtig zu.
Ich so: Aber wie soll ich dann wissen, ob sie passen?
Verkäuferin so: Wenn sie nicht passen, können Sie sie umtauschen.
Ich so: Ich darf also nicht hier im Laden die Verpackung öffnen, darf die Handschuhe aber mit nach Hause nehmen, dort öffnen und sie dann wieder zurück in den Laden bringen. Das ist nicht gerade logisch. Das merken Sie selbst, oder?
Verkäuferin so: Dann gehen Sie halt zur Kasse und fragen Sie dort!

An der Kasse wurde mir dann gesagt, dass ich die Handschuhe natürlich anprobieren darf.

¯\_(ツ)_/¯

Ansonsten verläuft der Einkauf weitgehend ereignislos und zugleich stressig, die schlechteste aller Kombinationen. Bis ich in einem Schreibwarenladen diese Postkarte entdecke:

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Möglicherweise ist die ja als Witz gedacht. Aber ich befürchte, dass das A einfach für “Ansichts” steht, was dann mit dem Detail-Foto vom My-Zeil-Hochhaus eher ungünstig kombiniert wurde.

Als ich dann aber den Weihnachtsbaum in der Lobby des Einkaufszentrums sehe, komme ich schließlich doch noch ein bisschen in Weihnachtsstimmung:

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Ab nach Hause! Zurück gehen wir durch die Koblenzer Straße, eine der sympathischsten Straßen des Viertels, wie ich im Sommer feststellen durfte, als ebenjene Straße ein sehr schönes Fest feierte. Dort entdecke ich diese Perle der Straßenkunst:

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Puh, Zu Hause angekommen, sind wir fix und fertig. Da hilft eine Kaffeepause mit Weihnachtsplätzchen im Kerzenlicht.

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Um 12 Uhr ist auch das letzte Kind im Bett. Wir haben noch etwas vor, aber bevor ich wieder aufdrehe, lehne ich mich mal kurz zurück und genieße meinen Samstagabend mit einem Gin-Tonic. Offensichtlich hatte er es so in sich, dass mein Blick schon ganz trübe wurde.

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Doch dann geht es weiter und erst gegen Mitternacht ist der Tag für mich am Ende, nachdem die Dame und ich unsere neueste Folge Spätfilm im Kasten haben. Im Spätfilm besprechen wir pro Folge einen Film. Und dabei haben wir uns vorgenommen, dass mindestens einer von zehn Filmen von einer Regisseurin stammen muss. Nachdem wir in SF47 über den großartigen Film La Haine sprachen, haben wir uns diesmal angesehen, wie Céline Sciamma in Bande de filles die Pariser Banlieues aus einer weiblichen Perspektive darstellte.

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Das war’s von mir. Wir lesen uns spätestens in einem Monat. Bis dahin könnt ihr ja mal in den Spätfilm reinhören. Wir sprechen auch nicht immer nur über französische Sozialdramen!