Das Problem von Verallgemeinerungen

Mein Corona-Tagebuch der schönen Gedanken – Teil 25, glaube ich … Das wird langsam verwirrend

Ich blicke ein weiteres Mal ins illustrierte Buch der schlechten Argumente. Dort finde ich die übereilte Verallgemeinerung. Das führt zu einem wilden Ritt über Induktion, die gute Probe, Abduktion und anekdotische Evidenz.

*Das ist ein Affiliate-Link: Wenn ihr das Buch kauft, bekomme ich eine winzige Provision und freue mich.

Exemplifikation

avatar Daniel
nimmt metaphorisch Bezug

Adventskalender Türchen 5

In diesem Advent präsentiere ich euch einen kleinen philosophischen Adventskalender. Jeden Tag stelle ich einen philosophischen Begriff vor und mache mir ein paar Gedanken dazu.

Heute geht es um Exemplifikation.

Ein dialektisches Meisterwerk

50 Gedanken – Gedanke 4

In den Replies dieses Tweets von Margarete Stokowski …

… fand sich ein dialektisches Meisterwerk:

 

Dieser Tweet ist ein kleines Kunstwerk. Warum? Das möchte ich kurz erläutern:

Reiner Wein beginnt mit einer klassischen These: “der Kampf gg vermeintliche Frauenfeindlichkeit”. Es gibt gar keine Misogynie. Das ist alles eine Unterstellung.

Doch dann bringt Reiner eine überraschende Antithese: “untervögelte irre Feministinnen”. Potzblitz! Wer hätte das erwartet? Er exemplifiziert gnadenlos, dass es Misogynie gibt, indem er sie hinschreibt. Geschickter Schachtzug, hatte ich ihn doch zuerst für einen Sexisten gehalten!

Doch, dass er das nicht ist, beweist schließlich seine dialektische Synthese: “vollends diskreditiert”. Ja, was wird hier denn vollends diskreditiert? Genau! Der Kampf gegen vermeintliche Frauenfeindlichkeit. Herr Wein macht damit klar, wie ungemein wichtig der Kampf gegen echte Frauenfeindlichkeit ist!!! Etwa gegen Typen, die auf Twitter hinter jedem Argument, das eine Frau vorbringt, eine vermeintliche sexuelle Unbefriedigtheit vermuten …

Well played, Mr. Wein, well played …